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Suche nicht.
Finde.

Ich suchte diesen Sommer nach der Quintessenz meiner Arbeit, nach dem Kern meines Lebensmotors, nach der Rückgratstruktur meiner Haltung.
Was bitte ist diese einzigartige Nachricht, die ich in die Welt trage?
Ich suchte.
Und schrieb haufenweise Ideen für mich auf. Kreativ sein fällt mir nicht schwer.
Doch nichts passte mir wirklich.
Ich suchte nach dem Satz, der alles sagt.
Ich suchte nach einem Slogan, nach etwas, das gut klingt.
Ich wurde fast verrückt vor Suchen. Denn eigentlich mag ich solche Sätze nicht.

Wofür stehe ich?

Zurück zum Ursprung.
Die Vielfalt des Wesentlichen.
Intensiv leben.
Einfach sein.
Seiner selbst bewusst.
Kreativer Lebensausdruck.
Greifbar leben.
Über Grenzen hinweg.
Suche nach Einklang.
Der bewegte Mensch.
Wild und frei.
Glanzlos glücklich.
Werte von gestern für die Welt von morgen.
Anders leben.
Menschsein jenseits aller Grenzen.
Auseinandersetzung mit sich.
Provokant einfach.

Das ist nur ein Auszug meiner Liste.
Ich schickte sie meiner Freundin, die meine Arbeit kennt, und sie antwortete mir unter gutem Zusprechen mit:
„Suche nicht, du wirst es finden.“

Ihr ging es um mein Suchen nach dem passenden Werbesatz.
Doch ihr Satz war genau das, wofür ich stehe.
Suche nicht, finde.

So arbeite ich.
Mit anderen Menschen.
Mit mir selbst.

Ich dankte meiner Freundin.
Und strich den Rest.
All diese anderen Worte.
All diese anderen Aussagen, die zwar allesamt stimmen, und trotzdem nicht den Kern treffen.

Ich habe keinen anderen Werbeslogan zu bieten als diese tiefe Überzeugung, die ich in mir trage.
Alles, restlos alles, befindet sich bereits in uns.
Alles wartet nur darauf, von uns gehört und zum Ausdruck gebracht zu werden.

Alles ist da.

Es liegt ausschliesslich an uns selbst und unserer Bereitschaft, in dieses Alles einzutauchen.
„Ja!“, bestätigte meine Freundin. „Ja, genau so arbeitest du! Genau das vermittelst du mir jedesmal, wenn wir miteinander singen, sprechen, tönen. Das ist die Quintessenz.“

Wir müssen nicht suchen.

Was bedeutet das?

Wir leben in einer Zeit, die uns dazu verleitet, im Aussen zu suchen.
Anerkennung.
Status.
Erfolg.
Liebe.
Was auch immer.

Auch gibt es eine weite Bewegung derer, die im Innen suchen.
Selbstverwirklichung.
Spiritualität.
Einzigartigkeit.
Ebenso Liebe.
Was auch immer.

Ob Aussen, ob Innen. Es ist eh immer dasselbe. Das Aussen ist lediglich der Spiegel unseres Innen.

Suchen ist eine Haltung.

In der Suche äussert sich eine Richtung.
Würde ich das Wort „suchen“ in Bewegung übersetzen, dann wäre diese sehr unterschiedlich zur Bewegung des „finden“.

Auch Finden ist eine Haltung.

Beide Haltungen sind aktiv.
Keine beinhaltet ein simples Warten oder Erwarten.
Beide steuern ein Ziel an.

Doch der grundlegende Unterschied beider Haltungen ist ein Punkt:
Im Finden liegt der Erfolg.
Zum Finden gehört das unumstössliche Vertrauen, dass die Suche zum Ziel führt.
So geht das Finden einen Schritt weiter als das Suchen.

Picasso sagte: „Ich suche nicht. Ich finde.“
Jeder Mensch, der sich wahrhaftig auf kreative Schaffensprozesse einlässt, kann dies nachvollziehen.

Es gilt nur zu wecken, was bereits ist.
Nicht zu suchen nach dem, von dem wir denken, es sei.

Wir müssen unsere Persönlichkeit nicht aufpeppen mit Hochglanzlasur. Das ist komplett überflüssig. Meines Erachtens sogar pathetisch.
Wenn wir es aber wagen, an dieser Lasur zu schleifen, wenn wir uns zutrauen, bis an unsere Substanz vorzudringen, wenn wir es aushalten, uns nicht mehr hinter Glanzlack zu verstecken, dann werden wir wahrlich sichtbar.

Dann werden wir nicht nur glänzen, sondern erstrahlen.
Wir, als der Mensch, der wir sind.
In unserer Grösse.
Und Vielfalt.

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Elodie Perilhon, Lyon
Bei Interesse vermittle ich Sie gerne.
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Um die inhaltliche Aufteilung meines Blogs zu verstehen, mag es hilfreich sein, diesen Einleitungstext vorher zu lesen (link). Gleichzeitig vermittelt dieser Text die Grundlinien meiner Lebens- und Wirkensphilosophie.
Danke.

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